Druckoptimierte Abschreckbrause

Eiskalt simuliert: Für optimalen Druckaufbau in der Abschreckbrause

Die Neuenburger Firma Vonthron beschäftigt sich mit Duschvergnügen der besonderen Art: Sie konstruiert und fertigt Abschreck-Rundbrausen, die in Härtereien zur Abkühlung von Metallteilen eingesetzt werden. Das sogenannte Vorschubhärten bildet die Voraussetzung für eine optimale Materialbearbeitung. Dabei ist es besonders wichtig, eine gleichmäßige Druckverteilung in der Abschreckbrause zu gewährleisten. Um diese weiter optimieren zu können, gingen auch wir bei HTCO mit Hochdruck zur Sache und nahmen uns mit einer genauen Strömungs-Analyse das Kleinbrausensegment vor.

 

Sauber offengelegt: Schwachstellen in der Strömungsverteilung

Bei Vonthrons Abschreckbrausen strömt das Wasser aus hunderten winziger Löcher – allerdings nicht immer gleichmäßig. „Als ich die Brause gesehen habe, konnte ich mir vorstellen, wo es hakt“, erinnert sich Axel Müller, HTCO-Geschäftsführer. Aber wie es richtig funktioniert, musste die Simulation zeigen. „Strömung lässt sich nicht vorhersagen“, weiß der Physiker aus seiner langen Erfahrung. Um herauszufinden, wie die Abschreckbrause optimiert werden kann, wurden mehrere „abschreckende Beispiele“ in Form von Konstruktionsvarianten virtuell durchgespielt. Hierbei wurden Betrachtungen der Geschwindigkeitsverteilung, Druckverteilung und des Volumenanteils von Wasser vorgenommen. So konnte unsere Strömungsanalyse die Ursache für die ungleichmäßige Strömung der Abschreckbrause offenlegen, Konstruktionsänderungen zielgerichtet auslegen und vorab beweisen, dass die Brausen künftig optimal funktionieren würden.

 

Simulieren geht über probieren!

… so lautet die Devise von HTCO, die sich auch im Falle der Abschreckbrausen wieder einmal bestens bewahrheitet hat. Denn Vonthron konnte die Optimierungsvorschläge gleich real umsetzen und ersparte sich dabei den Bau einiger Prototypen. Hinzukommt, dass eine Strömungsuntersuchung vorab wesentlich günstiger ist, als ein Produkt zu fertigen, um dann später festzustellen, dass es nicht richtig funktioniert. Da Vonthron für seine Simulationsanalyse zudem einen Innovationsgutschein des Landes Baden-Württemberg in Anspruch nahm, sicherte sich das Unternehmen auch gleich noch eine schnelle und unkomplizierte Finanzierung der CFD-Studie.


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